Ein Gastartikel von Natalija (mamiweb)
Das Thema Frühförderung nimmt heutzutage einen immer größeren und bedeutenderen Stellenwert in Familien ein. Waren damals die Ausflugsmöglichkeiten auf wenige Stationen begrenzt, so wird mittlerweile ein weites Spektrum an Spiel- und Förderprogrammen angeboten. Bei dieser Vielfalt sehen sich Eltern schnell vor eine Herausforderung gestellt und zwangsläufig kommt die Frage nach der Wirkungsweise solcher Angebote auf. Ab welchem Alter empfiehlt es sich den Nachwuchs zu fördern? Stehen die Kosten in Relation zum Nutzen? Und welche Kurse gibt es?
Allen Überlegungen voran, sollte tunlichst darauf geachtet werden eine Förderung nicht mit Leistungsdruck zu verwechseln und Kinder nicht zu überfordern. Kurse sollen Spaß bringen und schon durch kleine Übungen werden die Nervenbahnen des Gehirns positiv beeinflusst, was sich auf dessen Leistungsfähigkeit niederschlägt. Der Forschung zufolge ist es längst bekannt, dass der Gehirnaufbau nach der Geburt noch nicht vollständig abgeschlossen ist, so dass die Kleinen in den jüngsten Jahren lernfähiger sind denn je. Erst ab dem Vorpubertätsalter flacht die Lernkurve langsam ab.
In den ersten drei Lebensjahren fällt es den Kindern sehr leicht Sprachen zu erlernen, was viele Einrichtungen bereits erkannt haben und dadurch Fremdsprachen-Angebote integriert haben. So werden die Sprösslinge in bilingualen Kindergärten auf spielerische Art an eine neue Sprache heran geführt, ohne dass Druck entsteht. Früher sollte der Nachwuchs nicht mit einer Fremdsprache beginnen, da das Erlernen der Muttersprache Priorität haben sollte und es leicht zu einer Sprachverwirrung kommen kann.
Eltern-Kind Krabbelgruppen dienen vorwiegend dem Austausch der Eltern, sowie dem sozialen Kontakt zwischen den Babys, der sehr lehrreich für sie ist. Kleinkindern fehlt noch das gewisse Feingespür im Umgang mit Gleichaltrigen, sodass sich für Zartbesaitete manchmal kleinere Gruppen besser eignen, um Konflikte zu vermeiden.
PEKiP (Prager-Eltern-Kind-Programm) findet unter der Leitung einer ausgebildeten PEKiP-Leitung statt und eignet sich für Babys ab vier Wochen. Ziel ist es hier die motorische und geistige Entwicklung der Kleinen zu begleiten und zu fördern.
Auch Babyschwimmen und Eltern-Kind-Turnen sind beliebte Kurse, die die Bewegungsentwicklung und den Gleichgewichtssinn schulen. Letztendlich kann jedes dieser Angebote den Nachwuchs durch seine Unterstützung weiterbringen. Es bleibt nur zu entscheiden, was für die Beteiligten das geeignetste ist und allen Spaß bereitet.

