Ich habe sehr schlecht geschlafen und bin seit etwa 10 vor 6 wach. Erst eben um 7:15 kam die Schwester zum wecken herein. Sie war doch sehr überrascht, dass wir bereits fix und fertig da saßen und spielten
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Um 10 vor halb 9 kam dann die Schwester zur OP-Vorbereitung: ein chickes OP-Hemd-welches selbst mir zu groß gewesen wäre, ein Zäpfchen und ein flüssiges Medikament in den Popo und eine Salbe+ ein Pflaster in die Ellenbeuge und auf den Handrücken. Die Salbe betäubt die Haut, damit die Kleine den Einstich der Flexüle nicht so stark merkt.
Gleich als die Schwester weg war rief ich Majo an, aber ich befürchtete schon, dass er es nicht pünktlich schaffen kann, da die Schwester sagte, dass es nur noch 10 Minuten dauert, bis es los geht.
Das Medikament wirkte sehr schnell und Alina fand das alles auf einmal irre witzig. Sie tastete an der Wand entlang und fragte mich: “Mama, fass ich ich gerade an die Wand?” dann nahm sie die andere Hand hoch, sah sie an und stellte schon sehr langsam sprechend fest: “Irgendwie wird das alles jetzt komisch.” Nach kurzer Zeit schon, kamen die Schwestern um sie abzuholen- ein fürchterlicher Augenblick! Die eine der beiden Schwestern flitzte nochmal zurück auf die Station und holte für die Kleine ein Fingerpüppchen, malte ihr Augen und Mund und steckte sie der Kleinen auf den Finger- das Aufpasserpüppchen. Wenn das Püppchen nach der OP noch auf dem Finger ist, waren die Leute dort ganz vorsichtig! – Eine wirklich süße Idee, auch wenn Flo davon garnichtmehr wirklich viel mitbekommen hat. Dann schoben sie sie davon… schrecklich- einfach nur schrecklich, aber das musste ja nunmal sein! Nun begann die Zeit des Wartens…
Ich lief wohl ziemlich planlos durch die Gegend- zur Toilette- eine rauchen- wieder rein- und dann kam endlich Majo! Entgegen der Aussage der Ärztin, dauerte es nicht eine sondern über 2 Stunden bis sie wieder kam, aber das war bei Majo ja damals genauso. Majo erzählte während der Wartezeit sehr viel- um mich abzulenken oder sich selbst oder uns beide?- ich weiß es nicht, aber trotzdem DANKE SCHATZ hat sehr geholfen! Dann endlich ging die Tür auf und die Püppi kam wieder… oh Gott sah die Maus fertig aus! Selbst ihr Kuschel hatte überall Blutflecken. Ich kann nur sagen- es zerreißt einem fast das Herz, sein Kind so zu sehen!
Ich streichelte die ganze Zeit ihre Hand und sie guckte auch durch die Gegend. Als ich ihr zuflüsterte, dass Majo auch da ist, drehte sie ihm ihren Kopf zu griff nach seiner Hand. Das war der Moment in dem mir die Tränen in die Augen schossen- klar wusste ich, dass sie ihn sehr gern hat, aber dass es so stark ist hatte ich nicht gedacht. Echt ein wahnsinns Gefühl!!!
Leider konnte Majo nichtmehr lange bleiben, weil er zur Arbeit zurück musste, aber die Kleine wollte ihn nicht gehen lassen und klammerte sich an seinem Finger fest. Ich erklärte ihr, dass er doch wieder zu Arbeit müsse und versicherte ihr, dass er nachmittags, wenn sie wacher ist, wiederkommen würde.
Nachdem er gegangen war streichelte ich sie noch eine Weile und dann schlief sie wieder ein. Die Schwestern kamen jede Stunde um den Blutdruck zu messen. Er war noch relativ hoch und sie hatte eine hohe Pulsfrequenz.
Sie wurde zwischendurch immer mal wieder wach und hatte Durst. Sie durfte auch gleich trinken, musste da aber feststellen, dass das doch seeehr weh tat und weinte viel. Ich versuchte sie gleich wieder zu beruhigen, da sie sich ziemlich hineinsteigerte und die Schmerzen dadurch natürlich schlimmer wurden. Meine Püppi tat mir sooooo leid! Aber ich konnte sie eigentlich relativ schnell wieder beruhigen und sie schlief wieder ein.
Ich schätze so gegen 3 erbrach sie dann zum ersten Mal. Sie hatte doch sehr viel Blut im Magen, denn das erste erbrochene bestand durchweg nur aus Blut und landete quer über dem Bett und dem Kind. Ich rief die Schwester und nahm sie mit zu mir ins Bett, während die Schwester das Bett bezog. Ab etwa halb 6 war sie dann zwar etwas wacher, starrte aber noch sehr teilnahmslos vor sich hin. Nach und nach wurde auch das Erbrochene immer heller und es war immer weniger Blut dazwischen.
Abends war der Durst dann doch größer als die Schmerzen und sie trank- für diese Umstände sehr viel. Sehr viel heißt hier- etwa eine viertel Tasse- keine Ahnung wie viel das ist. Sie klagte viel über Bauchschmerzen- was ich auf das viele Erbrechen und den geringen Mageninhalt zurückführte. Da sie auch die ganze Nacht über Bauchschmerzen klagte, schlief sie etwa 2/3 der Nacht bei mir mit im Bett, was wahrscheinlich für uns beide das Angenehmste war.
Um eins gab ich ihr dann nochmal ihr Nachtzäpfchen und sie schlief bis etwa 3 Uhr in ihrem Bett, danach dann wieder bei mir ;o)
Achja häte ich fast vergessen: das Fingerpüppchen war nirgendwo zu finden – schon garnicht auf ihrem Finger
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