Monatsarchiv: September 2007

HWS- Blockierung und Aufenthalt in der Notaufnahme

Am Mittwochmorgen stand ich auf und konnte meinen Kopf nichtmehr drehen. Das ist zwar ansich mittlerweile nichts ungewöhnliches mehr, aber aufgrund der Intensität der Schmerzen entschied ich mich, einen Arzt aufzusuchen. Da meine Orthopädin im Moment Urlaub hat blieb mir keine andere Wahl als die Notaufnahme in Halberstadt aufzusuchen. Nach vier hübschen Fotos aus der Röntgen- Abteilung, tauchte dann ein Arzt auf und ränkte mir den Halswirbel wieder ein. Dann verschrieb er mir Ortoton, ein Muskelrelaxan, und gab mir lächerliche IBU 400- keine Ahnung, was ich damit sollte. Hab mir dann vom Hausarzt ne Packung 600er aufschreiben lassen!

Mittlerweile sind die Muskeln nichtmehr ganz so fest, aber Schmerzen in der HWS habe ich dennoch.

Kein Paroxat mehr im Körper

Ja ich denk ich bin nun weg vom Paroxat und das ohne diese schreckliche Entzugsfolter. Ok es hat zwar länger gedauert, aber dafür war es doch um ein vielfaches angenehmer!

Leider muss ist sagen, dass ich seit etwa 3 Wochen wieder unter starker Angst leide. Ich würd sogar fast sagen wollen, dass ich eine mittlerweile 3 Wochen anhaltende Panikattacke habe, die mal mehr und mal weniger intensiv – jedoch durchweg vorhanden ist.

Ich weiß nicht, wie lange ich dass noch aushalte, zumal ich nun nichtmal mehr meine Zigaretten habe… mal sehen, im schlimmsten Fall nehm ich die Paroxat dann doch wieder :o (  .

Tag X – mein erster Rauchfreitag!

Ich geb zu, gefreut habe ich mich nicht wirklich auf diesen Tag und es fiel mir trotz des Zybans gerade Vormittags noch sehr schwer.  Gegen Abend aber wurde es doch besser.

Nun ist Sonntag und der zweite Rauchfreie Tag und auch heute Morgen fällt es mir nicht leicht… naja wirdschon werden… Auf jeden Fall hilft das Zyban doch sehr, denn einen körperlichen Entzug hab ich nicht…

Nebenwirkungen der Zyban

Ich nehme nun seit 12 Tagen Zyban. Die ersten sieben Tage habe ich auch ganz gut überstanden und das Rauchverlangen nahm tatsächlich immer mehr ab.

Seit Dienstag nehme ich nun abends die 2. Tablette und seit Mittwoch früh gehts mir garnicht gut. Mal abgesehen von der HWS- Blockierung, ist mir seit dem sehr schlecht und ich schaffe es kaum etwas zu essen. Mittlerweile kann ich zwar sagen , dass es gegen Nachmittag- Abend teilweise auch besser wird, aber bis dahin vergehen viele -sehr qualvolle Stunden, die mich ensthaft überlegen lassen, ob ich das noch mindestens vier Wochen so weiter haben möchte, aber vielleicht gewöhnt sich der Körper ja auch daran. Ansonsten werde ich wohl erstmal die Dosierung wieder halbieren, vielleicht reicht das ja auch.

Als weitere Nebenwirkungen kann ich einen übelst nervigen Tinitus, und Schlafprobleme bestätigen. Ich wache dann auf und bin hellwach. An einschlafen ist dann garnichtmehr zu denken- das ist ein großes Problem, gerade wenn man ohnehin an chronischer Müdigkeit leidet.

Morgendlicher Berufsverkehr

Auf dem Weg zur Arbeit fuhr schlich ein alter Mercedes Benz SL vor mir her. Den ganzen Pfeifenkrug runter so schön mit 60. Auf dieser kurvenreichen Strecke sind Überholmanöver schlicht unmöglich. Also schlich ich hinterher.

An der Einmündung der alten B6 mussten wir kurz warten, bis ein LKW vorüber war. Danach konnten wir fahren. Nach einer Weile gab der SL-Fahrer dann endlich Gas und wir überholten. Na bitte. Geht doch! Der Benz wurde vor mir zusehends kleiner, während ich zügig am LKW vorbeizog. Man muss ja zeigen, wie schnell man ist. Ich war noch garnicht ganz wieder eingeschert (fuhr also mittig auf der Straße), sauste plötzlich ein Porsche 911 Cabrio mit Goslarer Kennzeichen an mir vorbei. Man, war das ein Schreck. War doch kurz zuvor dieses Fahrzeug weit und breit nicht zu sehen. Der Porsche war auch relativ schnell wieder aus dem Blickfeld verschwunden, da er in einer Mischung aus Lückenspringen und Straßenrennen nach und nach an den vorausfahrenden Fahrzeugen vorbeizog. Wahrscheinlich wurde der Fahrer in seiner Freude am schnellen Fahren in der Vergangenheit durch die im Landkreis Goslar so stark verbreiteten Radarfallen zu sehr eingeschränkt. Da ist natürlich klar, dass man im morgendlichen Berufsverkehr rasen muss, sobald man die Grenze zum Landkreis Harz überschritten hat…

Den SL hatte ich kurze Zeit später wieder vor mir, da er hinter einem LKW festhing. Diesen überholte er, um dann mit genau einer LKW-Länge Vorsprung in Halberstadt einzufahren. Der Sprit-Strudel im Tank hat sich also so richtig gelohnt.

In Halberstadt bremste der LKW dann plötzlich, um eine Fahrradfahrerin über die Straße zu lassen. Zum Glück hat der ältere Fahrer mit Hut, im Auto hinter mir, diese Situation rechtzeitig erkannt.

Und was habe ich auf der Fahrt zur Arbeit gelernt?
Rasen lohnt sich nicht, Porsche-Fahrer sind ein Risiko im Straßenverkehr und ältere Herrschaften mit Hut sind, wider Erwarten, doch zu schnellen Reaktionen fähig.