Zwischenbericht

Zur Abwechslung gibt es heute mal keinen Rückblick, sondern einen Zwischenbericht.

Jana, meine Schwiegermutter, eine Arbeitskollegin von ihr und ich sind heute nach Halberstadt zum Schwimmen gefahren. Es war schön, sich mal wieder im Wasser auszutoben. Nach zehn Bahnen im 25-Meter-Becken war dann aber schon Pumpe bei mir. Vor ein paar Jahren, als ich noch regelmäßig schwimmen gegangen bin, schwamm ich noch meine 80 Bahnen in einer Stunde. Das war heute aber absolut nicht drin. Nach den zehn Bahnen waren die Arme zu lahm. Überraschenderweise konnte ich heute mit einer dreiviertel Bahn aber noch genauso weit tauchen wie früher. Wenigstens etwas… :-)

Nach dem Schwimmen sind wir zu meiner Mutter ins SB-Restaurant gefahren und haben Mittag gegessen. Das Essen war lecker und das Preis-Leistungs-Verhältnis sehr gut. Jana und ich haben für zweimal Hackbraten mit Kartoffeln und Blumenkohl (riesige Portionen, ich bin jetzt noch satt), einer Quarkspeise, nem Saft und ner Cola nicht mal 12,- Euro bezahlt.

Danach gings wieder nach Hause. Hier habe ich dann eine Art “Lernkarte” mit den wichtigsten japanischen Begriffen zum menschlichen Körper erstellt – wir wollen doch Japanisch lernen.

In einer knappen Stunde gehts dann nach Quedlinburg zum Training. Ich hoffe, die Völlerei vom Mittag macht sich nicht all zu sehr bemerkbar. Eigentlich bin ich noch viel zu kaputt fürs Training. Aber es macht einfach viel zu viel Spaß.

Übrigens ist es mit mehr als 15°C heute schön warm.

Arbeit, Schwangerschaft und was sonst noch so war

In der letzten Zeit ist dieses Tagebuch etwas zu kurz gekommen. Das hat einen simplen Grund: Keine Zeit. Also werde ich diese Tage einfach mal zusammenfassen.

Im Moment muss ich sehr viel arbeiten. Bedingt durch das Netzwerk-Projekt kommen so nicht wenige Überstunden zusammen. So bleibt kaum Zeit für private Aktivitäten. Aber ein Ende ist bereits in Sicht. Den größten Teil der Arbeiten haben wir hinter uns und der Rest sollte kein großes Problem darstellen. Soweit die Theorie…

Jana ist seit dem 21. Juli wieder zuhause. Drei Tage früher, als geplant. Wie es dazu kam, will ich kurz schildern. Am 12. Juli fuhr ich in die Apotheke und kaufte einen Schwangerschaftstest. Jana wollte diesen zur Beruhigung haben, da die Regelblutung ausblieb. Ich selbst stellte mich zu diesem Zeitpunkt schon auf ein positives Ergebnis ein. So war es dann auch. Auf dem Teststreifen waren zwei rosafarbene Linien zu sehen. Jana ist schwanger! So richtig realisiert hatte es von uns zu diesem Zeitpunkt aber noch keiner. Ein Kind war zwar geplant. Jedoch zu einer anderen Zeit.

Während Janas Therapie rauchte sie teilweise sehr viel. Außerdem nimmt sie ja das Paroxat. Also informierten wir uns, in wie weit dies Auswirkungen auf das Ungeborene hat. Es stellte sich heraus, dass das Risiko für das Kind zwar steigt, aber im überschaubaren Maße. Im Krankenhaus setzte man trotzdem von einem auf den anderen Tag das Paroxetin ab und machte einen Termin in der Frauenklinik in Wernigerode. Dort stellte man fest, dass Jana wahrscheinlich in der 5. Schwangerschaftswoche war. Außerdem gab man ihr ein Ultraschallfoto mit. Zu diesem Zeitpunkt schlug das Herz noch nicht. Es hieß, dass innerhalb einer Woche das Herz anfangen müsste zu schlagen, sonst sähe es nicht gut aus.

In den folgenden Tagen hatte Jana mit den Absetzerscheinungen des Paroxat zu tun. Es ging ihr von Tag zu Tag schlechter – Kopfschmerzen, Übelkeit … Aber man half ihr nicht. Ganz im Gegenteil. Man sagte ihr, dass es nichts mit dem Absetzen des Medikamentes zu tun hätte. Sie wäre vielmehr unruhig, weil es ja bald wieder nach hause ginge. Völliger Unfug! Sie hat sich auf zuhause gefreut. Außerdem sollte gerade dort bekannt sein, dass man ein solches Medikament nicht so einfach absetzen kann. Wie auch immer. Am vergangenen Montag sollte Jana dann, trotz ihres gesundheitlichen Zustandes, ganz normal am Tagesablauf teilnehmen, inkl. Walken und anderen körperlichen Tätigkeiten. Da entschied sie sich vorzeitig zu gehen. Meiner Meinung nach völlig richtig. Seitdem nimmt sie alle zwei Tage 5mg Paroxetin. So hat sie die Absetzerscheinungen unter Kontrolle.

Gestern war Jana beim Frauenarzt. Soweit er das sagen konnte, sieht im Moment alles gut aus. Das Kind ist gewachsen. Sie befindet sich wahrscheinlich in der 7. Woche. Ein neues Foto bekam Jana auch. In den nächsten Wochen werden unterschiedliche Tests vorgenommen, um Risiken abwägen zu können. Ich konnte gestern leider nicht dabei sein, da ich arbeiten musste. Ich hoffe, dass ich beim nächsten Termin die Zeit finde.

Erste Reaktionen auf die Schwangerschaft haben wir auch schon: Janas Eltern äußerten Bedenken, meine Mutter hat sich gefreut, Kevin freut sich auch und Alina kann es noch nicht so richtig glauben… :-)

Auswirkungen auf unsere Baumaßnahmen hat die Schwangerschaft auch. So wird eine Wand doch stehen gelassen, um ein zusätzliches Zimmer zu erhalten.

Im Moment ginge es Jana also recht gut – wenn da nicht die Mittelohrentzündung wäre. Aufgrund der Schwangerschaft bekommt sie kein Penicillin und muss so mit einem längeren Krankheitsverlauf rechnen. Die letzten beiden Nächte hat sie kaum geschlafen – die Schmerzen waren zu groß. Ich hoffe, dass das bald besser wird…

Ich mache mal einen Zeitsprung zurück. Sonntag vor einer Woche musste ich bis spät in die Nacht arbeiten. Am nächsten Tag konnte ich etwas länger schlafen und auch früher nach hause. Das war der Tag, an dem sich Jana aus dem Krankenhaus entlassen ließ. Ich war ziemlich kaputt und wollte mich einen Moment hinlegen. Da kam mein Schwiegervater rein und wollte nach Magdeburg in die Uni-Klinik gefahren werden. Er sah seit ein paar Tagen auf einem Auge nichts mehr. Und der Augenarzt hatte nichts gefunden. Also wurde er gleich nach Magdeburg geschickt. Während ich dort wartete, probierte ich die verschiedenen Sorten des Kaffee-Automaten durch, um mich “fit” zu halten. Die haben dann aber auch nichts gefunden und ihn gleich da behalten. Da Jana, wie gesagt, an dem Tag aus dem Krankenhaus kam, hatte sie dementsprechend Redebedarf. Gegen halb zwölf hab ich das dann erstmal abgebrochen, weil ich nur noch ins Bett wollte… ;-) Ja, und am nächsten Morgen war die Nacht dann schon wieder 5:10 Uhr zu Ende. Dementsprechend müde war ich…

Später wurde bei Janas Vater eine Durchblutungsstörung des Auges festgestellt. Daraufhin wird er bis morgen behandelt. Dann kommt er wieder nach hause. Er kann auch schon wieder etwas auf dem Auge sehen.

Jana und ich fuhren am Sonnabend nach Magdeburg, um ihrem Vater das Auto zu bringen. So kann er morgen selbst fahren. Auf dem Rückweg fuhren wir an einem Unwetter vorbei. Dies war recht schön anzusehen, mit seinen Blitzen und dem Starkregen. In Kroppenstedt standen dann die Straßen so stark unter Wasser, dass die Autos riesige Fontänen erzeugten, als sie da durch fuhren. Ich fand das alles so interessant, dass wir kurzerhand nach Oschersleben fuhren, um dem Wetter etwas näher zu sein. Unterwegs kamen wir dann auch in einen so starken Regen, dass man kaum noch etwas erkennen konnte. In Oschersleben selbst, war die Welt aber ziemlich ruhig. Also zeigte ich Jana schnell noch, wo ich immer hin muss, wenn ich in Oschersleben arbeite. Danach fuhren wir wieder in Richtung Blankenburg. Kurz vor Halberstadt bog dann ein Auto vor uns auf die Straße und fuhr dann 50 km/h. Außerhalb! In Halberstadt wurde sogar nur 30 gefahren! So etwas nervt ganz schön! Unglücklicherweise fuhr er auch noch die gleiche Strecke wie wir und es boten sich keine Möglichkeiten zum Überholen. Kaum waren wir aber aus Halberstadt raus, ließ ich das Gefährt dann endlich hinter mir. Und alle anderen hinter uns taten es uns gleich… :-)

Zeitsprung: Heute.
Es ist fantastisch! Ich fuhr heute morgen aus Halberstadt in Richtung Oschersleben. Und was soll ich sagen? ALLE Ampeln schalteten auf Rot, wenn ich mich näherte! Ganz schön nervig, so etwas…

Was gibt’s sonst noch?

Alina hatte gestern wieder Nasenbluten. Das haben wir aber schnell in den Griff bekommen. Mittlerweile bleibt sie dabei auch erstaunlich ruhig…

Wir stecken in unseren Hochzeitsvorbereitungen. Das Gröbste ist schon geplant. Auch hat der Großteil der Familie schon entsprechende Kleidung. Nur ich noch nicht. Aber ich denke, das wird sich am kommenden Wochenende ändern.

Am Sonntag waren wir bei den Nutrias und haben Fotos von eben solchen, von Enten und von Libellen geschossen. Ich werde versuchen, ein paar davon hier zu veröffentlichen. (wenn ich die Zeit dazu finde…)

Das Wetter ist herrlich. Vielleicht ein wenig zu warm, um zu arbeiten. Aber super sonnig bei 30 Grad.

Und ich freu mich auf meinen Urlaub in drei Wochen. Hoffentlich finde ich dann die Zeit, um ein wenig zu entspannen…

Soweit die Zusammenfassung. Ich hoffe, ich habe nichts wichtiges vergessen…

Eröffnung des Domschatzes in Halberstadt

Wir waren heute zur Eröffnung des Halberstädter Domschatzes.

Erstes Problem: Als wir kurz nach 11 Uhr auf dem Domplatz eintrafen, mussten wir feststellen, dass bis 13:30 Uhr alles hinter geschlossenen Türen abläuft. Natürlich war davon im Veranstaltungsplan nichts erwähnt. Für Gottesdienst und Festakt gab es nur Zutritt mit Einladungskarte – und das auch nur bis 9:45 Uhr. Prima! Ganz Klasse! Lasst das blöde Fußvolk bloß draußen… :-(

Also sind wir erstmal zum Mittagessen gefahren. Später besuchten wir zuerst das Städtische Museum. Dort bewachte meine Schwester einige Exponate des Projektes “Kleiner Harz”.

Danach ging es in den Dom. Dort machten wir einige Fotos und begaben uns dann Richtung Kreuzgang. Um 15:30 Uhr wurde dann der Domschatz geöffnet und ein großes Gedränge begann. Die Grenzöffnung 1989 war ein Scheißdreck kein Vergleich dagegen. Alina ging im Gedränge völlig unter. Auf Kinder wird halt keine Rücksicht genommen. Besonders negativ viel ein Mann (wohl so Ende 40) auf, der mit starkem Druck schob und drückte. Er rannte alle um, die ihm in den Weg kamen und stürzte zur Kasse. Ich verspürte große Lust ihm sämtliche Knochen zu brechen – hielt mich aber zurück. Unverständlich solch ein Verhalten! *kopfschüttel*

Vor dem Gebäude standen die Leute in einer langen Schlange. Der Besucherandrang war so stark, dass der Strom zur Schatzkammer vom Aufsichtspersonal geregelt werden musste. Eine sehr stressige Angelegenheit.

Insgesamt ein sehr interessanter und schöner Tag. Aber halt auch recht stressig…